Europäisches Naturfotografen Festival 2014

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Lünen 2014 - wie jedes Jahr hat sich Ende Oktober die europäische Naturfotografen Szene zum "Europäischen Naturfotografen Festival 2014" in Lünen versammelt. Aus 22 Ländern kamen die Besucher, um sowohl der Preisverleihung des "Europäischen Naturfotografen 2014" beizuwohnen als auch um sich durch die vielen, teilweise sehr beeindruckenden Vorträgen, inspirieren zu lassen.

Wie jedes Jahr gab es auch dieses Jahr wieder viele Diskussionen um das Gesamtsiegerbild, das von Neil Albridge aus Großbritannien stammt. Es ist meines Erachtens durchaus ein spannendes Bild, das mir aber zu farblos und auf den ersten Blick doch zu schwer zu erkennen ist. Ich hätte mir als Aushängeschild für den Wettbewerb des "Europäischen Naturfotografen 2014" ein plakativeres Bild gewünscht von dem auch weniger fotointeressierte Menschen angesprochen werden und begeistert sind. Ich denke, dass das mit diesem Bild nicht ganz einfach ist. Ansonsten gab es wieder viele tolle Bilder, die mich sehr fasziniert haben. Alle Siegerbilder können hier angeschaut werden:

Bilder des "Europäischen Naturfotografen Wettbewerbs 2014"

In einem nahezu komplett ausverkauften Hansesaal in Lünen begann am Samstag Morgen Dieter Damschen mit einem schönen Vortrag über Kraniche. Auch wenn ich in den letzten Jahren viele Kranichbilder bzw. Vorträge über Kranische gesehen habe, so war dieser Vortrag ein sehr schöner Einstieg mit faszinierenden Bilder, der locker und amüsant präsentiert worden ist. Gerade am Samstag gab es einige Vorträge, die mich nicht wirklich überzeugt haben. Der Vortrag von Jan van der Greef, (NL) "Innenreflexionen – Meine fotografische Reise" war unerwarteter Weise eines der absoluten Highlights des Festivals. Eine beeindruckende Mischung aus unglaublichen Bildern, die teilweise mit wunderschöner Musik unterlegt waren, ließen das Publikum dahinschmelzen. 2 Minuten Standing Ovations sprechen für den beeindrucken Vortrag und müssen nicht weiter kommentiert werden.

Am Sonntag wurden meines Erachtens eindeutig die interessanteren Vorträge gezeigt. Ein durchweg sehr schönes Programm, dass wenig lange Weile aufkommen lies und mit zwei hervorragenden Vorträgen gespickt war. Mich und das Publikum hat der Vortrag von Stefan Christmann, (DE) "Wohnsitz Antarktis – 15 Monate Leben am Ende der Welt" mit wunderschönen Bilder aus der Antarktis, die man wohl nur machen kann, wenn man 15 Monate vor Ort ist, sehr beeindruckt. Auch hier gab es Standing Ovations...
Zum Abschluss des Festivals betrat Jasper Doest (NL) die Bühne mit seinem Vortrag "Und die Erde war wüst und leer… Reflexionen auf einer Insel", der untermalt mit sehr stimmungsvoller Livemusik den Besuchern die letzte Wildnis Hollands zeigt. Ein durchaus gelungener Abschluss, der mit Sicherheit jedem Besucher wieder "Lust auf Lünen 2015" gemacht hat.

Wer sich also für Naturfotografie interessiert und noch nie in Lünen gewesen ist, sollte dieses in jedem Fall im nächsten Jahr einmal machen. Wir werden in 2015 nicht dabei sein, weil wir mit dem heimlichen Star des Festivals (unserem Daily 4x4, der vermutlich eines der am meisten fotografierten Motive in Lünen 2014 gewesen ist) auf großer Reise sein werden :-).

 

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Kommentar von Linda Engelmann |

Großartig, Uwe!
Die Bilder sind nach wie vor faszinierend! Hab mir grad noch mal die Seeschwalben (3er Bild=so zart) und die Fotos vom Daily angeguckt. Super! Und bald eine tolle Reise wünscht euch eure Linda

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