Der Innenausbau den neuen Daily 4x4 (Rockhopper II) 2020

Wie bereits bei unserem letzten Daily bedarf es einer sehr genauen Planung, wenn man das Fahrzeug selber ausbauen möchte. Viele Monate habe ich geplant, gezeichnet, mich informiert und seit Anfang August auch bestellt. Neben dem Fällen der "großen" Entscheidungen wie z.B. welche Heizung, Klimaanlage ja oder nein, Gastank ja oder nein und dem eigentlichen Grundriss der Kabine gibt es unendlich viele Dinge, die im Vorwege bedacht werden müssen. Im Folgenden werde ich mich an die gleiche Struktur wie bei unserem ersten Daily halten.
Zunächst aber ein paar Bilder von dem fertigen Ausbau, damit man sehen kann, was das Ziel war....

 

Innenaufteilung:

Die Innenaufteilung orientiert sich weitestgehend an der Innenaufteilung unseres ersten Dailys mit einem kleinen, aber folgenreichem Unterschied. Wir haben uns aufgrund des längeren Radstandes für ein festes Bett mit der Breite von 1,35m entschieden. Das hat zur Folge, dass unsere Kabine statt 3,70m eine Außenlänge von 4,15m hat. Außerdem haben wir die Oberschränke auf der Tischseite von vorne bis hinten durch gezogen und auf der Küchenseite lediglich über der Küchenzeile. Somit werden wir nur noch auf der einen Seite mit dem Kopf schlafen und werden uns zukünftig hoffentlich nicht mehr den Kopf stoßen. Alles andere ist weitesgehend gleich geblieben.

 

 

Technik:

Wie bereits erwähnt, beschäftige ich mich seit Monaten mit der Technik, die in der Wohnkabine verbaut werden soll. Anknüpfend an die Erfahrungen unseres letzten Rockhoppers, gibt es so einige Dinge, die weiter optimiert werden können. Unabhägig davon hat sich so einiges in den letzten 9 Jahren technisch weiter entwickelt, was wir gene nutzen wollen. Natürlich sei an dieser Stelle ausdrücklich noch einmal Markus Köllmayer von der Firma Exploryx gedankt, der mich bei all meinen vielen Fragen immer gut beraten hat, obwohl es gar nicht sein Job ist, da ich den Innenausbau ja selber machen möchte.

Ein besonders großes Thema ist seit Monaten die Elektroausstattung. Ja, wir haben uns für eine Klimaanlage entschieden, da es in Australien an einigen Orten extrem heiß sein soll und ja, dafür braucht man extrem viel Strom, wenn man sie für ein paar Stunden mit dem Bordnetz laufen lassen möchte. Auch das Thema Kühlschrank / Gefrierbox, Herd, Wasserrohrinstallation und Design haben sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Weitere Details dazu gibt es in den jeweiligen Kapiteln.


Im Folgenden werde ich der Reihe nach ein paar Infos zu den einzelnen Bereichen geben:

 

Wasserinstallation:

Das Thema Wasserinstallation ist nicht ganz einfach und so gibt es auch hier einige Veränderungen im Vergleich zum Rockhopper I. Nicht dass das alte System schlecht gewesen ist, aber ich habe ein paar Dinge optimiert. So wird es ein anderes Wasserfiltersystem, eine andere Wasserpumpe und ein anderes Rohrsystem geben...

Größe des Wassertanks:

Die Frage nach der Größe des Wassertanks ist schnell beantwortet. Es bleibt bei der alten Größe. Mit 185l Litern hatten wir immer völlig ausreichend Wasser dabei, so dass wir einen evtl. größeren Tank nicht für nötig halten. Den Tank lassen wir von der Firma Tanknolgie in der Nähe von Hamburg bauen. Bertram Haas, der Inhaber von Tanknologie, baut extrem hochwertige Tanks in allen Größen und Formen und berät hervorragend.

Wasserpumpe:

Auch hier gibt es eine Änderung. Da wir ein anderes Wasserfiltersystem verbauen, wollen wir auch einen höheren Wasserdruck haben, um mehr Wasser durch den Filter zu drücken. Auf Empfehlung der Firma Famous-Water werden wir die Jabsco PAR MAX Plus Druckwasserpumpe 4.1bar verbauen. Damit der Warmwasserboiler keinen Schaden nimmt, wird direkt vor den Warmwasserboiler ein Druckminderungsventil gebaut, um den Druck dem Warmwasserbehälter anzupassen. Zusätzlich verwenden wir einen 1l Druckausgleichbehälter der Firma Jabsco.

Wasserfiltersystem:

Nach wie vor bin ich der Meinung, dass man sich um das Thema Wasserfilter keine Gedanken machen sollte, solange man nur in Europa unterwegs ist. Selbst wenn einem mal das Wasser, dass man aus dem Hahn bekommt, nicht ganz geheuer vorkommt, kann man in diesen Fällen Trinkwasser im Supermarkt kaufen und spart letztendlich eine Menge Geld für ein Wasserfiltersystem.

Ganz anders sehe ich das, wenn man außereuropäisch unterwegs ist. So haben wir auch in Südamerika zu Beginn unserer letzten Reise auf gekauftes Trinkwasser gesetzt. Recht bald haben uns die vielen Wasserkanister genervt, die wir gekauft haben. Und so haben wir unser Wasserfiltersystem in Betrieb genommen. Egal wo wir waren, wir haben auf der ganzen Reise kein Trinkwasser mehr gekauft. Was uns ganz besonders überzeugt hat ist, dass selbst stark gechlortes Wasser sehr gut geschmeckt hat, nachdem es gefiltert worden ist. So hatten wir jederzeit und überall gutes Trinkwasser und genau das ist der Job eines Wasserfiltersystems.

Nach langem Hin und Her haben wir uns von unserem Seagul System aus dem letzten Daily verabschiedet und setzen jetzt auf ein System von der Firma Famous-Water. Ich wurde sehr gut telefonisch beraten und habe den Eindruck, dass sich die Menschen rund um das dem Famous-Water Team sehr intensiv mit der Problematik beschäftigt haben. So haben wir uns für den "Water Jack fresh assemmbly 2h SC" mit einem Karamikfiltervon Katadyn für 50.000l und einen Aktivkohlefilter ebenfalls von Katadyn entschieden. Ich denke, dass das für unsere Zwecke reichen wird, da nicht unser gesamtes Trinkwasser filtern wollen, sondern einen separaten Hahn am Spülbecken haben werden, um nur das "wirkliche" Trinkwasser zu filtern. In diesem Zusammenhang verbauen wir, wie oben bereits erwähnt, eine sehr leistungsstarke Wasserpumpe (4,1 bar), damit das Wasser mit einer gewissen Geschwindigkeit durch den Filter gedruckt wird.

Wasserrohrsystem:

Auch hier hat zunächst nichts geändert: aufgrund des Kabinenbaus der Firma Exploryx kann man die gesamte Wasserinstallation im doppelten Boden des Fahrzeugs unterbringen. Damit die Wasserrohre im Winter nicht einfrieren, werde ich ein zusätzliches Heizungsrohr in den Zwischenboden legen, dass im Heizungsbetrieb das Rohrsystem vor dem Einfrieren sichert. So gibt es auch gleich eine angenehme Fußbodenheizung. Um das Wasser im Winter ablassen zu können, werde ich wieder vier Ablasshähne in das Rohrsystem einbauen, um geplatzte Wasserleitungen möglichst verhindern zu können.

Eine Änderung gibt es aber doch - ich werde nicht mehr auf das Raxofix System von Viega zurückgreifen, dass recht aufwändig in der Verlegung und zudem aufgrund der Messing Fittings recht schwer ist. In unserem neuen Rockhopper II wird das John Guest System verlegt werden, was neben der Gewichtsersparnis auch deutlich kostengünstiger ist und wie bereits erwähnt sehr viel leichter verlegt werden kann. Das Angebot von John Guest ist sehr umfangreich, so dass man um eine gute Beratung nicht herum kommt. Über die Seite Fluidkonzept.de kann man sich sehr gut beraten lassen und anschließend völlig unkompliziert die benötigten Artikel bestellen. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an das Team für die geduldige und gute Beratung.
Eine schwierige Entscheidung war zunächst die Dicke der Wasserleitungen. Hierbei muss man genau auf die Angaben achten. Hat ein 12mm Rohr ein Innenmaß von 12mm oder ist das das Außenmaß? Letztendlich haben wir uns für 12mm Rohr von John Guest entschieden, das ein Außenmaß von 12mm und Innenmaß von 8,5mm hat, was für unsere Zwecke voll und ganz reichen soll. Von Fluidkonzept.de wurde uns hierfür die PM Serie empfohlen, die als besonders hochwertig gilt.

Inzwischen habe ich das Rohrsystem verlegt und ich muss sagen, dass es um ein Vielfaches leichter zu verlegen gewesen ist, als das Rohrsystem von Raxofix, das ich in unserem alten Rockhopper verwendet habe.

Armarturen:

Wir haben uns für Haushaltarmaturen der Firma Grohe entschieden, die wir im Baumarkt gekauft haben. Für das Spülbecken ist es einmal der Wasserhahn Grohe concetto (langer Ausfluß) fürs Abwaschen und einmal Grohe concetto (kurzer Ausfluß) für das gefilterte Wasser. Für die Außendusche und die Dusche im Badezimmer haben wir uns für den Einhebelmischer Charisma Auftisch ohne Schalter von Reich entschieden.

 

Heizungsinstallation:

Wirklich viel kann ich dazu noch nicht sagen. Was aber fest steht ist, dass wir die „Dualtop RHA 100“ der Firma Webasto nicht mehr verbauen werden, da die Heizung bei Webasto aus dem Programm genommen worden ist. Darüber bin ich auch nicht traurig, da die Heizung im letzten Daily das einzige Teil war, das uns immer wieder Probleme gemacht hat.

Dafür werden wir diesmal die Truma Combi D6 E CP Plus in der Heckgarage verbauen. Leider nimmt diese Heizung deutlich mehr Platz weg, da sie nicht mehr im Zwischenboden verbaut werden kann. Wir lassen die Heizung und ein entsprechendes Höhenkit bei unserem Kabinenbauer der Firma Exploryx mit einbauen, da es nicht ganz einfach ist, den Tankanschluss und die Abgasabführung im Nachhinein einzubauen. In diesem Zusammenhang sei aber noch angemerkt, dass anders als bei unserem alten Daily die Heizungsrohre problemlos durch den Zwischenboden gelegt werden können, da die Durchführungen dem 72mm Durchmesser der Rohre angepasst worden sind. Wo wir die Luftauslässe haben werden und wie wir die Rohre verlegen werden ist noch nicht entschieden.

 

 

Elektroinstallation:

Die Elektroinstallation ist ein ganz heikles Thema, das mir viel Kopfzerbrechen bereitet hat. Die Gretchenfrage bei dem Thema war, ob wir eine Klimaanlage verbauen wollen, oder nicht. Nach langem Hin und Her haben wir diese frage mit "Ja" beantwortet, da unser erstes Reiseziel Australien sein soll und da kann es bekanntermaßen ganz schön heiß werden. Nachts im Auto bei über 30 Grad ist einfach nicht mehr unsere Lieblingsdisziplin. Was aber bedeutet eine Klimaanlage? Entweder hat man immer 110 / 220 Volt zur Verfügung, oder man muss sein gesamtes im Auto verbautes Elektrosystem anpassen. Wir entschieden uns für Zweiteres. Damit ist der Verbrauch von Kühlschrank, Heizung, Licht usw. nebensächlich geworden. Was zählt war die Frage "Wie lange soll die Klimaanlage laufen können, ohne auf externen Strom zurückgreifen zu müssen" die einzig entscheidende Frage und wie bekommen wir die Batterien möglichst schnell wieder aufgefüllt.

Da ich all diese Fragen nicht selber beantworten konnte, habe ich mich von Vertretern führender Hersteller beraten lassen:

  • Lithium-Eisenphosphat (LiFePO4) Batterien von "SuperB", Steuerungelektronik von "Studer" über die Firma Philippi (Herr Geißler)
  • Victron Engery System über die Firma Transwatt / Soest
  • Mastervolt System über die Firma Klatrucks
  • Lithium-Eisenphosphat (LiFePO4) Batterien im Eigenbau mit Winston Zellen über die Firma Lisun Energy

 

Alle Ansprechpartner machten auf mich einen sehr kompetenten Eindruck und so langsam begann auch ich die komplexe Thematik zu verstehen. Nach dem Abwägen der unterschiedlichen Angebote habe ich mich letztendlich entachieden wieder mit der Firma Philippi / Herrn Geißler zusammen zu arbeiten, der mich auch bei unserem letzten Daily immer sehr geduldig unterstützt und extrem kompetent beraten hat. Auch dass er mir Ralf Weiss (Weiss Mobile Electric UG) zur Unterstützung für den Einbau vermittelt hat, der seit Jahren komplexe Elektroinstalltionen durchführt, war für mich mit ausschlaggebend. Die Telefonate mit Herrn Weis waren sehr bereichernd und von starker Kompetenz geprägt. Letztendlich hat mich das Angebot von der Firma Philippi am meisten überzeugt.

 

Was aber ergibt sich aus den Vorüberlegungen und was sind die harten Fakten?

 

Batterien:

Die Entscheidung Lithium-Eisenphosphat (LiFePO4) Batterien zu verbauen war relativ schnell getroffen. So weist die Technik fast nur Vorteile im Vergleich zu den herkömmlichen Gel Batterien auf.

  • Gewicht: Lediglich 23kg wiegt die SuperB 210A Batterien. Im Vergleich dazu wiegt eine 220A Gel-Batterien von Victron Energy 70kg!
  • Leistung: während man eine Gel Batterie nur zu 50% entladen / nutzen kann, kann man eine Lithium-Eisenphosphat (LiFePO4) Batterie bis zu 80% nutzen, d.h. in dem Rockhopper I konnten wir aus der 220Ah Gel Batterie 110Ah nutzen. Im Rockhopper II können wir von 630Ah der Litium Ionen Batterie gut 500Ah nutzen ????.
  • Ladespannung: Lithium-Eisenphosphat (LiFePO4) Batterien kann man problemlos mit 100A laden, was ein extrem schnelles Aufladen der Batterien gewährleistet
  • Ladekennlinie: besonders interessant sind die Ladekennlinien. Während es teilweise Stunden dauert bis eine Gel Batterie zu 100% geladen ist, da der Ladestrom durch den Regler mit zunehmender Ladung immer weiter reduziert wird, funktioniert das Ganze bei einer Lithium-Eisenphosphat (LiFePO4) Batterie deutlich schneller, das der komplette Ladestrom bis kurz vor 100% fließt.
  • Nachteil I: Lithium-Eisenphosphat (LiFePO4) Batterien sind kältempflindlich und können bei temperaturen unter 0 Grad nicht mehr geladen werden.
  • Nachteil II: Lithium-Eisenphosphat (LiFePO4) Batterien sind extrem teuer.

 

Einbauort:

Wie auch beim Rockhopper I werde ich aufgrund des Gewichts die Batterien unter dem Kühlschrank gleich rechts neben der Eingangstür einbauen, um das Gewicht möglichst weit nach vorne im Fahrzeug zu bringen. 3x 23kg (Batterien) ergeben immerhin 69kg!

Der Wechselrichter mit seinen 18,5kg und sämtliche Sicherungen mussten aufgrund von Platzmangel leider hinten im Staurau verbaut werden.

Die B2B Ladebooster fanden ganz in der Nähe der Batterien im Zwischenboden leicht erhöht ihren Platz, damit sie falls der Tank defekt wird oder irgendwie anders eine größere Menge Wasser in den Zwischenboden läuft,  sie nicht zerstört werden.

Das Philippi Schaltpanel mit allen Anzeigen und Bedienelementen kommt wieder oberhalb des Kühlschranks genauso wie die FI-Schalter, der Solarregler und die WLAN Router.

Die gesamte Stromverteilung erfolgt im Zwischenboden direkt im Eingangsbereich.

 

Steuerungstechnik:

Zur Steuerung der gesamten Technik habe ich von Philippi das Kontrollpanel STV 250 gewählt. 10 abgesicherte einzelne Stromkreise, Batterieanzeige, Wassertankanzeige, zwei freie Schalter (einen habe ich gewählt um ein bistabiles Trennrelais anzusteuern, dass als Hauptschalter funktioniert, eine 12 V Steckdose und eine USB Steckdose reichen für meine Bordelektrik aus.

Der Studer Sinuswechselrichter kann ebenfalls über das in dem STV 250 verbauchte Display PSM 2 angesteuert werden. So kann man auch die Ladekapazität / Eingangsspannung regulieren, d.h. wenn auf einem Campingplatz nur 4 A aus dem Stromanschluss kommen, kann ich das Ladegerät so runter regeln, dass nicht gleich die Sicherung bei dem Campingplatzanschluss rausfliegt.

Außerdem habe ich eine Gasfüllstandsanzeige, die mir sagt, wie viel Gas im Gastank ist. 

 

Solarzellen:

Bei den Solarzellen habe ich lange überlegt, welche ich denn dieses Mal verbauen will. In unserem alten Rockhopper hatte ich nur zwei relativ einfache Solarzellen mit lediglich 120 Watt verbaut. Entsprechend unseren Batterien sollte es dieses Mal auch deutlich mehr werden, damit wir beispielsweise in Australien neben dem Kühlschrank und der Gefrierbox auch die Klimaanlage immer mal wieder nutzen können. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten – Zellen, die sehr dünn und leicht sind und auf dem Dach direkt verklebt werden und die herkömmlichen Zellen, die ca. 3cm Luft zwischen der Solarzelle und dem Dach haben und daher wie ein Sonnendach wirken so dass sich das Fahrzeug nicht so aufheizt  und bei hohen Temperaturen effizienter sein sollen.

In den letzten Jahren hat sich die Firma Wattstunde aus Lüneburg einen guten Ruf verschafft und so nutzte ich mehrfach die kompetente Beratung, um mich zu informieren. Nach dem Abwägen von vielen Vor- und Nachteilen habe ich mich letztendlich für drei „WATTSTUNDE® WS160SPS-L DAYLIGHT Sunpower Solarmodule“ mit jeweils 160 Watt entschieden. So haben wir insgesamt 480 Watt auf dem Dach verbaut. Letztendlich hat uns der über 22% höhere Wirkungsgrad gegenüber herkömmlichen Zellen, der durch die Verwendung von Back-Contact Sunpower Zellen erreicht wird, überzegt. So haben wir weniger Gewicht und benötigen weniger Fläche für die gleiche Leistung als mit herkömmlichen Zellen.

Auf unserer ersten Reise in die Schweizer Alpen wurden auch bei mittelmäßigen Lichtverhältnissen 12Ah pro Stunde geladen, so dass wir nach 6 Tagen auf dem Campingplatz bei Temperaturen bis zu minus 15 Grad, dauerhaften Nutzung der Dieselheizung, der mehrfachen Benutzung eines Haarföns, Laptops, Fernseher, Fotoakkus, Handy, ipads usw. lediglich 160 Ah verbraucht hatten. So können wir dank der Solarzellen auch im Winter problemlos 14 Tage und länger stehen, ohne auf externe Stromquellen angewiesen zu sein. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an die Firma Wattstunde für die tolle Beratung und Empfehlung!

 

Licht:

Beim Thema Licht hast sich nur sehr wenig geändert. Natürlich werden wieder nur LED's verbaut. Da wir mit den Leuchten von Lumicoin beim Rockhopper I sehr gute Erfahrungen gemacht haben, sind wir auch weitestgehend bei Lumicoin geblieben. Aufgrund der sehr guten Beratung durch Herrn Birkelbach empfehle ich direkt beim Hersteller Lumicoin zu bestellen.

In der Decke haben wir 7 Lumicoin LED-Leuchten (LiLu-E 2700K) verbaut.Diese sind auch extern dimmbar und werden über die LED Regelung (s.u.) mit angesteuert.

Zusätzlich gibt es beim Tisch und im Bett 4 Lumicoin LED-Strahler (LumiBeam-L 2700K).

Bis hierher ist alle gleich, wie beim alten Daily. Jetzt gibt es aber zwei Neuerungen:

  • Sehr unzufrieden waren wir mit der Außenbeleuchtung, die wir beim Rockhopper I erst nachträglich angebaut haben. Diesmal haben wir uns für eine sehr edle Variante entschieden: die Lumicoin Umfeldleuchte Silber (Weiß / Warmweiß / Amber) - eine sehr edle und leider auch teure Variante bei der das Außenlicht in der Farbe und Stärke reguliert werden kann. Das ist bestimmt die ultimative Beleuchtng, so dass man auch abends im Dunkeln ein angenehmes Licht haben wird. Diese Lampe wird direkt unter dem Küchenfenster montiert.
  • Über der Küchenzeile und beim Tisch werden in die Oberschränke LED Leisten eingearbeitet, die sperat von einander gedimmt werden können. Wir haben uns für ein System von LED Konzept enschieden, die überwiegend für den Eigenheimbedarf produziern, was zu Folge hat, dass die Bauteile deutlich günstiger sind. Ob das eine kluge Entscheidung ist, wird die Zukunft zeigen...


Kühlschrank:

Ein extrem nerviges Thema! Der Kissmann KB 130 ENI hat uns in jedem Fall nicht überzeugt. Gerade wenn es heiß und feucht war (Amazonas), ist er extrem schnell vereist und dann natürlich nicht mehr ordentlich gekühlt. Auch das ewige Abbrechen der extrem dünnen Klappe vor dem Gefrierfach hat auf Dauer sehr genervt.

Nach langem hin und her ist unsere Wahl auf einen Kühlschrank der Firma Vitrifrigo gefallen. Wir haben uns für das Model C115i ohne Gefrierfach entschieden, den wir über Tanknologie bestellt haben, da man ihn ohne Gefrierfach nicht so einfach im Internet bekommt. Besonders in feucht heißen Regionen vereist das Kühlfach sehr schnell, was dazu führt, dass der Kühlschrank nicht mehr richtig kühlt. Unseren Kissmann Kühlschrank mussten wir alle 2-3 Wochen abtauen, um eine gute Kühlleistung zu behalten. Wenn es ganz heiß war, hat er es gar nicht mehr geschafft, 0 Grad im Gefrierfach zu halten.... Beim Vitrigfrigo wird über die ganze Rückwand gekühlt, was angeblich sehr viel besser funktionieren soll.

Update:

Wie ich bereits bei meinen regelmäßigen Updates berichtet habe, hatte ich extreme Probleme mit dem Vitrifrigo Kühlschrank. Nach Auslieferung kühlte er immer für 60 Sekunden, dann schaltete er für 1 Minute 20 Sekunden ab und so ging das die ganze Zeit. Wir haben den Thermaostat zweimal gewechselt und die Zuleitung isoliert - es half alles nichts! Ich war mit dem Kühlschrank nicht zufrieden.

Dann gab es die Radikalkur:

Ich habe den Thermostat von Vitirifrigo deaktiviert und einen exteren, digitalen Thermostat eingebaut, den man programmieren kann. Und es wirkte Wunder! Den Kühlschrank habe ich auf 6 Grad Celsius eingestellt und er sollte nach einer Erwärmung von 2 Grad Celsius auf 8 Grad Celsius wieder anspringen. Hier die Daten, die ich mir von Anfang an gewünscht habe:

Laufzeit der Kühlung für 12 Minuten
Kühlschrank läuft nicht für 55 Minuten
nach 55 Minuten springt er wieder an und kühlt erneut!

Gemessen habe ich bei 16 Grad in der Kabine (wärmer ist es momentan nicht...).

Genau so sollte es sein - warum nicht gleich so?

Folgenden Thermostat habe ich eingebaut: Dixel XR20CX -0N0C0 Außerdem benötigt man einen Temperaturfühler, der die Temperatur im Kühlschrank misst und an den Thermostat weitergibt. Warum ist das nicht vom Werk her so geregelt?

Bleibt das Thema Lautstärke! Leise ist der Ventilator vom Vitrifrigo nicht. Direkt am Kühlschrank bringt er es auf eine Lautstärke von 55 Dezibel und im Bett bleiben immer noch 36 Dezibel übrig. Ein Kissmann Kühlschrank ist ca. jeweils 5 Dezibel leiser...

Eine klare Kaufempfehlung kann ich für den Kühlschrank leider nicht geben....


Gefrierbox:

Zusätzlich haben wir eine eine Gefrierbox hinten in den Stauraum montieren. Wir haben uns für das Model CoolFreeze CFX 28 von der Firma Dometic entschieden, die nicht zu groß und auch nicht zu klein ist. Diese funktioniert hervorragend.

 

Einbau / Werkzeug für die Elektroinstallation:

Anders als beim Rockhopper I werde ich mir diesmal Unterstützung von einem Profi (Ralf Weiss (Weiss Mobile Electric UG) holen, um die großen Bauteile richtig einzubauen und zu verkabeln. Im Rockhopper II ist das gesamte Thema Elektronik deutlich komplexer geworden und erfordert eine Menge Fachwissen.

Die Verkablung der Verbraucher werde ich selber vornehmen. Voraussetzung für eine ordentliche Installation ist wie so häufig gutes Werkzeug. Eine gute Zange für die Verquetschung von Kabelendhülsen kann ich nur empfehlen (ich habe eine Zange von Gedore entschieden mit der ich durch Austausch der Presseinsätze Kabelschuhe und Kabelendhülsen verpressen kann). Außerdem ist eine ordentliche Zange zum Abisolieren der Kabel (ebenfalls Gedore) auch sehr hilfreich.

 

 

Gasinstallation:

Die Entscheidung Gas einzubauen haben wir nie in Frage gestellt. Kochen mit Elektro oder Diesel ist für uns keine Alternative gewesen. Mit Beginn der Corona Restriktionen hat Silke angefangen super leckeres Brot und midestens genauso leckere Brötchen zu backen, was wir gerne auf Reisen fortführen wollen, wofür wir einen ordentlichen Backofen brauchen. Außerdem haben wir zu Hause seit Jahren einen Weber Gasgrill und wollen das Grillen auf Gas nicht mehr missen. Es geht sehr viel schneller und einfacher und man muss nicht immer Holzkohle mit sich führen und diese dann auch wieder entsorgen. Von daher war die denEntscheidung Gas "Ja" oder "Nein" sehr schnell getroffen. Auf unserer letzten großen Reise nach Südamerika war es nicht immer einfach unseren fest montierten Gastank aufzufüllen, aber es klappte eigentlich immer. Da wir den Platz für zwei 11kg Gasflschen incl. Gasschrank im Fahrzeug nicht opfern wollten, haben wir wieder einen festen Gastank verbaut, wohl wissend, dass es bei Verschiffungen durchaus Komplikationen geben kann. Diesmal aber hat der Gastank nicht 20 Liter, sonder 60 Liter, was uns eine gewisse Reichweite beschert. Der Gastank wird über die Firma Wynen Gas vertrieben und kann dort incl. Pulverisierung, Gasfilter und Truma MonoControl CS Gasdruckregler (incl. Crashsensor, 30mbar Gasdruck) bestellt werden.

 


Einen wichtigen Hinweis bekamen wir von unserem Gasprüfer: er hat uns empfohlen Kupfer Gasrohr zu verlegen, was sehr viel leichter zu verlegen ist, als die herkömmlichen Stahlrohre. Allerdings muss man ein paar Besonderheiten wie die Verwendung von Einsteckhülsen usw. bei der Installation beachten. Außerdem haben wir einen Truma GSE Gasfernschalter eingebaut, so dass wir die Gaszufuhr bequem vom Küchenblock aus trennen können.

Es stellte sich natürlich die Frage, welchen Gasherd / Backofen wir einbauen wollen. Nachdem wir mit dem im alten Daily verbauten SMEV Backofen nicht zufrieden waren, haben wir uns diesmal für eine Kombination aus Gasherd und Backofen von der Firma Eno entschieden. Dieser Gasherd wird viel im Yachtbereich verbaut und ist in Seglerkreisen wohl bekannt. Letztendlich ist es das 2 flammige Model "Eno, Le Casgone" geworden, der uns bereits auf unserer ersten Testfahrt überzeugt hat.

Ein besonderes Hightlight ist aber unser Gasgrill "Go anywhere" von Weber. Dieser wird eigentlich mit Gaskartuschen betrieben und hat einen 50mbar Gasdruckregler. Wenn man ihn aber in Holland bestellt, bekommt man ihn mit einem 30mbar Gasdruckregler ????. Zu dem Thema kommt jetzt aber der Tip des Tages - die richtigen Anschlussadapter:

1x Reduzierstück lang 1/4" AG x 3/8" IG beides Linksgewinde

1x Adapter US II Euro-Gaskartuschen AG 7/16" auf 3/8" lks AG Schlauchadapter us2

Dazu noch ein 3m langer "Badé 1/4" links mit Schnellkupplung Gasschlauch" und ein Gasabsperrhahn mit Schnellkupplungsanschluss und dem Grillvergnügen steht nichts mehr im Wege. Für uns ist das die mit Abstand beste Lösung zum Grillen mit Gas.....

 

 

Möbelbau:

Beim Möbelbau stellt sich zu allererst die Frage nach dem Holz. Was jeder suchen wird, ist ein Holz, dass so stabil wie Multiplex Platten und so leicht wie Balsaholz ist. Das gibt es aber nicht! Also gilt es den bestmöglichen Kompromis zu finden. Da wir einen 5,5 Tonnen Daily haben, spielt das Gewicht schon eine nicht ganz unbbedeutende Rolle. Das viel verwendete Pappelsperrholz wiegt 430 - 450 kg/m³. Auf der Recherche nach passendem Holz stößt man immer wieder auf die Firma Vöhringer in Süddeutschland, die ganz unterschiedliche Platten anbieten. Ich habe mich letztendlich für Leichtholzsperrplatten der Firma "We are wood" aus Hamburg entschieden, die pro Kubikmeter 367 kg (selber gewogen!!!) wiegen. Es handelt sich hierbei um eine dem Pappelsperrholz sehr ähnliche Platte, die aus den Decklagen Jabon und der Mittellage Albasia besteht. Gekauft habe ich im Endeffekt 13 Platten in der Größe 2500x1220mm. Verbaut habe ich letztendlich gut 10 Platten, was ungefähr einem halben Kubikmeter entspricht. Außerdem habe ich eineinhalb 19mm starke Tischlerplatten für den Fußboden und den Tisch und eine 12mm Pappelsperrholzplatte verbaut. Außerdem sind alle Schubladen auf Maß bei einem Schubladenhersteller in 12mm Eiche Massiv bestellt worden, was aber nicht schwerer ist, als das Leichtsperrholz mit HPL Beschichtung...

Wichtig ist aber zu bedenken, dass beispielsweise HPL, mit dem man die Platten beschichtet, sehr schwer ist. So wiegt ein Quadratmeter HPL in 0,8mm Stärke ca. 1,6 - 2 kg. Wichtig ist dabei zu achten, dass die Platten von beiden Seiten mit dem gleichen Material beschichtet werden müssen. Die Beschichtung mit Eiche Furnier ist dabei sehr viel leichter....

Als Beschichtung haben wir einmal HPL weiß mit Perleffekt für alle Korpusteile gewählt. Das ist Standardware in jeder Tischlerei. Für die Fronten haben wir uns für für das Material "Fenix" mit Nanobeschichtung entschieden, was uns von der Optik und Haptik sehr gut gefallen hat. Leider ist dieses Material alles andere als preisgünstig. Das Dekor 0717 (Castoro Ottawa) von Fenix passt unserer Meinung sehr schön zu dem Eichen Furnier der anderen Platten. Wir haben etwas mehr als 3 Platten in der Größe 3050x1300mm benötigt.

Nun kommt aber der entscheidene Punkt: wenn man ein professionelles Finish haben möchte, kommt man an einer Tischlerei nicht vorbei. Neben den Maschienen zur millimetergenauen Verarbeitung braucht es auch eine gehörige Portion an Fachwissen, die man als ambitionieter Laie definitiv nicht hat. Viele, viele Tage habe ich in meiner befreundeten Tischlerei Andre Kröger in der Nähe von Hamburg verbracht und gemeinsam mit dem Möbelbauer an den Möbeln gearbeitet und wieder einmal viel gelernt. Vielen lieben Dank für die tolle Arbeit und Geduld! Die ganze Planung liegt aber bei einem selber. Ich habe dafür das 2D Cad Programm Vektorworks benutzt. Auch da muss man sich erst einmal einarbeiten...

Da mich immer sehr viele Anfragen zu unserem Daily Projekt erhalte, bei denen die Lieferfristen von Aufbauherstellern thematisiert werden, ist es bestimmt auch ein Weg nur eine Kabine beim Kabinenbauer bauen zu lassen und den Rest in Eigenregie mit entsprechenden Firmen durch zuführen - zumindest für denjenigen, der Lust auf so ein Projekt hat und über ein gewissen Maß an handwerklicher Geschicklichkeit verfügt. Wie auch immer man es dreht, es ist ein nicht ganz trivales Projekt, das extrem gut geplant sein muss.

Hier noch ein paar Infos zu ein paar verbauten Teilen:

 

 

Der Innenausbau des Daily (Rockhopper I) 2011

Den Innenausbau unseres Daily habe ich selber gemacht. Zum einen kann man so den einen oder anderen Euro sparen, zum anderen weiß man später immer genau, was man wo und wie gebaut hat - zumindest wenn man es halbwegs ordentlich dokumentiert hat. 

Bereits 6 Monate bevor wir das Auto geliefert bekommen haben, habe ich begonnen mich intensiv mit dem Innenausbau der Kabine zu beschäftigen. Welche Innenaufteilung ist für unsere Bedürfnisse am besten, wo soll das Badezimmer, wo die Sitzgruppe, wo das Bett und der Küchenblock eingebaut werden. Eng verbunden mit der Frage des Innenausbaus war demzufolge auch die Frage nach den Ausmaßen der Kabine. Immer wieder haben wir den Grundriss der Kabine verändert. Eigentlich sollte das Fahrzeug nicht länger als 6m werden, aber je mehr wir darüber nachgedacht haben, umso deutlicher stellen wir fest, dass uns dabei einfach ein paar Zentimeter für den Innenausbau fehlen würden. Letztendlich sind wir bei einem Kabinenaußenmaß von 3,70m und einer Breite von 2,12m gelandet, was zur Folge hat, dass das Fahrzeug eine Gesamtlänge von 6,17m hat. Die Stehhöhe innen beträgt 1,95m.

 

Innenaufteilung:

Von der Innenaufteilung haben wir nach langem Hin und Her das Badezimmer vorne quer im Fahrzeug platziert. So muss man zwar durch die Dusche ins Führerhaus steigen, aber der Platz ist auf diese Weise am besten genutzt. Das Bett wird hinten quer auf das Staufach gebaut und hat eine Länge von 2,04m und eine Breite im ausgezogenen Zustand von 1,50m.

Um es kurz zu machen – die genauen Abmessungen sind den Explosionszeichnungen zu entnehmen, die ich einem CAD Programm erstellt habe. Im Großen und Ganzen entspricht unsere Aufteilung dem Konzept der Firma Exploryx, das sich nach vielen Überlegungen immer wieder als gut erwiesen hat. 

 

 

Technik:

Nachdem die Innenaufteilung weitestgehend festgelegt war, habe ich mich intensiv mit der zu verbauenden Technik beschäftigt. Der Markt ist groß und unübersichtlich und für den Laien nicht immer leicht zu durchschauen. An dieser Stelle sei noch einmal ausdrücklich Markus Köllmayer von der Firma Exploryx gedankt, der mir immer geduldig Rede und Antwort gestanden hat und mir mit Sicherheit so einige Irrwege erspart hat.  Nachdem die wichtigsten Entscheidungen bezüglich der Technik getroffen worden waren, ging es an das Sondieren der Preise. Auch hier lohnt es sich nicht gleich beim erst besten Händler zu kaufen. Durch das Vergleichen der Preise und einiges Handeln kann man hunderte von Euros sparen (im Weiteren werde ich ein paar Empfehlungen von Händlern, mit denen ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe, aussprechen).  Anfang Dezember konnte es dann endlich losgehen. Die Teile waren nahezu alle geliefert, die Garage war zur Werkstatt umgebaut und das Auto stand vor der Tür. 

 

Im Folgenden werde ich der Reihe nach ein paar Infos zu den einzelnen Bereichen geben: 

  • Wasserinstallation
  • Heizungsinstallation
  • Elektroinstallation
  • Gasinstallation
  • Möbelbau

Wasserinstallation: 

Das Thema Wasserinstallation ist alles andere als einfach. So galt es viele Dinge zu bedenken und Entscheidungen zu treffen. 

Größe des Wassertanks: 

Die Frage nach der Größe des Wassertanks war schnell beantwortet. Wir haben mir bereits über die Firma Exploryx einen Wassertank bauen lassen, der genau in die vordere Sitzbank passt und 185 Liter Wasser aufnehmen kann. Meines Erachtens sollte das reichen, da wir im Hanomag auf unserer 1 1/2 jährigen Reise gut mit 120 Litern ausgekommen sind.
 

Wasserpumpe: 

Bei der Wasserpumpe haben wir uns für ein Model der Firma Shurflo (Smart Sensor S 4905) entschieden. Auf Empfehlung haben wir eine Pumpe mit mechanischem Druckschalter gewählt, da man diese im Notfall leichter reparieren kann.

Wasserfiltersystem: 

Ich denke, dass das Thema Wasserfilter häufig ein wenig überbewertet wird. Man sollte sich grundsätzlich überlegen, was man mit dem Fahrzeug machen will. Für den europäischen Raum halte ich einen Wasserfilter für nicht wirklich erforderlich. So ist die Wasserqualität in allen europäischen Ländern doch meist so gut, dass das Wasser sogar getrunken werden kann. Wenn man Zweifel daran hat, kann man sich in jedem Supermarkt Trinkwasser kaufen.   

Anders sieht es da schon aus, wenn man außereuropäisch unterwegs ist. In manchen Regionen ist die Wasserqualität eher suboptimal und es ist schön, wenn man zumindest zum Kochen und Waschen von Obst und Gemüse sauberes Trinkwasser hat. Aus diesem Grund haben wir ein einen Wasserfilter der Firma Seagul (Untertischgerät X-1B) und den entsprechenden Vorfilter (Aquapolish 5) verbaut. Bezogen habe ich die Teile wie auch viele andere über die Firma „Campers Online“. Dort bekam ich immer eine gute Beratung und die Preise stimmten ;-).

Das Wasserfiltersystem ist über einen Absperrhahn vom Hauptwassersystem abgetrennt und wird nur in Betrieb genommen, wenn wir auch tatsächlich das Wasser filtern wollen. Aus diesem Grund habe ich auch lediglich an das Spülbecken einen zweiten Wasserhahn für das gefilterte Wasser verlegt. Auf Reisen nach Island, Skandinavien und Südeuropa  werden wir das Wasser nicht filtern. Dieses hat den Vorteil, dass man nicht alle 1-2 Jahre die Wasserfilterpatronen wechseln muss, sondern nur, wenn es wirklich erforderlich ist, da man in Regionen gereist ist, wo das Wasser gefiltert werden musste.

Wasserrohrsystem:

 Aufgrund des Kabinenbaus der Firma Exploryx kann man die gesamte Wasserinstallation im doppelten Boden des Fahrzeugs unterbringen. Damit die Wasserrohre im Winter nicht einfrieren, habe ich ein zusätzliches Heizungsrohr in den Zwischenboden gelegt, dass im Heizungsbetrieb das Rohrsystem vor dem Einfrieren sichert. So gibt es auch gleich eine angenehme Fußbodenheizung. Um das Wasser im Winter ablassen zu können, habe ich vier Ablasshähne in das Rohrsystem eingebaut, um geplatzte Wasserleitungen möglichst verhindern zu können.

Zunächst galt es erst einmal sich für ein Wasserrohrsystem incl. der entsprechenden Verpressung zu entscheiden. Die Wasserschlauchvariante kam dabei nicht in Betracht, da ich gerne wie bei einer Hausinstallation ein ordentliches Rohrsystem verlegen wollte. Entschieden habe ich mich letztendlich für das Raxofix System in 15mm von der Firma Viega. Um die Anschlüsse zu verpressen konnte ich mir eine Rems Presse mit dem entsprechenden Presssystem für Raxofix leihen. Für die Biegung der Rohre habe ich ebenfalls von der Firma Rems eine professionelle Rohrbiegemaschine benutzt. Auf diese könnte man ggf. auch verzichten, da die Rohre auch recht leicht von Hand zu biegen sind.   Das am weitesten Schwierigste war allerdings entsprechende Wasserhähne zu finden, die ich mit dem Rohrsystem verbinden konnte. Die meisten Wasserhähne aus dem Reisemobilbedarf haben einen Schlauchanschluss und bestehen zu einem Großteil aus Plastik. Ich wollte aber richtige Haushaltsarmaturen, die allerdings nicht allzu groß / klobig sein sollten.  

 

Letztendlich benutzt habe ich folgende Armaturen:                   

2 kurze Wasserhähne - im Badezimmer und für das Wasserfiltersystem (hierbei war mir wichtig, dass sich die Hähne drehen lassen): Firma Lilie, Einhebelmischer kurz, Bestell Nr. 14823, zu beziehen über die Firma Campers Online
1 langer Wasserhahn für das Spülbecken: Firma Lilie, Einhebelmischer lang, Bestell Nr. 14821, zu beziehen über die Firma Campers Online
Auftischarmaturen für die Dusche im Badezimmer und die Außendusche: Reich, Einhebelmischer Auftisch Charisma AT (hier sollte man ein wenig googlen, da es enorme Preisunterschiede gibt... ansonsten kann man sie u.a. über die Firma Frankana beziehen.

 

Achtung: Bei den Auftischarmaturen für die Duschen muss man die Schlauchanschlüsse von den Kupferrohren abschneiden und mit Schneidringverschraubungen arbeiten.

Das ganze Thema Wasserinstallation ist extrem nervig – ich weiß nicht wie häufig ich im Sanitär Großhandel gewesen bin, um weitere Teile zu kaufen, oder falsch gekaufte zurück zu bringen. Wenn es dann aber erst einmal fertig ist, sieht es nach gar nicht so viel Arbeit aus....

 

 

Heizungsinstallation:

Beim Thema Heizung stellt sich zuerst die Frage: Gas- oder Dieselheizung. Es gibt für jeden Heizungstyp Pro & Contra Argumente. Wir haben uns letztendlich für eine Dieselheizung incl. Warmwasserboiler „Dualtop RHA 100“ der Firma Webasto entschieden, die wir mit gutem Support über die Firma Richter Standheizungen bezogen haben. Ausschlaggebend war die Unabhängigkeit von Gasfirmen, da es Diesel nahezu überall gibt und die Heizung nicht so empfindlich ist, wie ein Euro 5 Fahrzeug ;-).

Problematisch wird es aber beim Heizen in extremer Höhe (oberhalb von 2500m) was besonders bei Reisen nach Südamerika zu beachten ist. Hierfür haben wir uns ein Anpassungsgerät der Firma Exploryx einbauen lassen, dass bereits in Südamerika ausgiebig getestet worden ist. Den Einbau der Heizung und den Anschluss an den Dieseltank haben wir ebenfalls bei unserem Kabinenbauer machen lassen. Obwohl die Heizung auch unter dem Fahrzeug verbaut werden kann, haben wir sie im hinteren großen Stauraum verbauen lassen, da wir bei Fahrten durch Flüsse die Heizung nicht fluten / zerstören wollen. Im Fahrzeuginneren ist sie deutlich besser geschützt.

Die Verlegung der Heizungsrohre sollte aber in jedem Fall gut überlegt sein und vor dem Möbelbau erfolgen. Wir haben das Heizungsrohr der Firma Truma (72mm) benutzt, da dieses perfekt durch die Durchführungen im Zwischenrahmen passt. Insgesamt haben wir 4 Luftauslässe (3 in der Wohnkabine, 1 im Badezimmer) was nach ersten Testläufen völlig ausreichend ist.

Die Wasserrohre müssen mit einer 10mm Schneidringverschraubung an der Heizung befestigt werden.

Die gesamte Elektroverkablung incl. dem Höhenanpassungsgerät ist ebenfalls im Zwischenboden verschwunden.

 

Elektroinstallation:

Beim Thema Elektroinstallation betreten wir einen Bereich, der mir immer ein paar Sorgen gemacht. Ich bin nun mal nicht der Elektriker vor dem Herrn und war mir nicht sicher, ob ich mich mit dem Thema nicht übernommen habe. Manchmal kommt es aber alles anders, als man es erwartet hat und so stellte sich die Elektroinstallation als nicht so kompliziert heraus.

 

Was aber sind die harten Fakten:

  • Batterie von Victron Energie, Gel, 220Ah, 70kg (bezogen über Transwatt in Soest, die ich sehr empfehlen kann!!!!)
  • Ladegerät und Spannungswandler von Victron Energy, Easy Plus, Ladegerät 70A, Spannungswandler 1600 Watt, alles in einem Gehäuse incl. FI Schalter und drei abgesicherten 220V Stromkreisen (bezogen über Transwatt in Soest )
  • Solarzellen Lilie, 2 x 120 Watt
  • Generator Honda EU 10i
  • Batterieladegerät mit Spannung von der Starterbatterie Sterling, B2B

Nun stellt sich vermutlich der ein oder andere die Frage, warum nur eine Batterie? Beim Ausbau eines Expeditionsmobil spielt immer wieder das Gewicht eine Rolle. 70kg für 220Ah ist schon so einiges. Hinzu kommt, dass die Batterien nicht gerade billig sind und eine begrenzte Lebensdauer haben. Ein Generator wiegt 13 kg, hat eine deutlich längere Lebenszeit, kann bei Bedarf zu Hause gelassen werden und kann auch für andere Verwendungszwecke benutzt werden.

Einbauort:

Wenn wir schon beim Thema Gewicht sind, spielt auch der Einbauort der Batterie (70kg)  und des Wechselrichters incl. Batterieladegerät (11,7kg) eine Rolle. Um das Gewicht möglichst weit nach vorne zu bringen, habe ich beides unter den Kühlschank gebaut. Über dem Wechselrichter befindet sich das Sterling B2B Ladegerät, der Hauptschalter für die Versorgungsbatterie und die Sicherungen. Der Platz reicht völlig aus und die gesamte Elektrik liegt so dicht beieinander. Zur Verteilung habe ich zwei Reihenklemmen gewählt, die auf einer Erhöhung direkt im Eingangsbereich unter dem Fußboden ist. Der Fußboden ist über ein Scharnier leicht zu öffnen. Die Fotos zeigen das Ganze hoffentlich ein bisschen besser.

Steuerungstechnik:

Zur Steuerung der gesamten Technik habe ich von Philippi das Kontrollpanel STV 228 gewählt. 8 abgesicherte einzelne Stromkreise, Batterieanzeige, Wassertankanzeige, zwei freie Schalter (einen habe ich gewählt um ein bistabiles Trennrelais anzusteuern, dass als Hauptschalter funktioniert und eine 12 V Steckdose reichen für meine Bordelektrik meines Erachtens aus. Zusätzlich kann ich über ein Controlpanel den Easy Plus ansteuern und auch die Ladekapazität / Eingangsspannung regulieren, d.h. wenn auf einem Campingplatz nur 4 A aus dem Stromanschluss kommen, kann ich das Ladegerät so runter regeln, dass nicht gleich die Sicherung bei dem Campingplatzanschluss rausfliegt. Außerdem habe ich eine Gasfüllstandsanzeige, die mir sagt, wie viel Gas im Gastank ist.    

Den Schaltplan mit weiteren Angaben gibt es bei den Fotos.

 

 

Folgende weitere Geräte habe benutzt:

Philippi STV 228
Philippi Shunt (Messwiderstand) SHA 300
Philippi Tauchrohrgeber TGW 400
Philippi Tauchrohrgeber TGW 500
Philippi Streifensicherungshalter SHD 1
Philippi Streifensicherung STS 35 A
Philippi Streifensicherung STS 300A
Philippi Hauptschalter FBH 12/300
Lumicoin LED Leuchte PLS 2,5
Lumicoin LED Leuchte PLE 3

 

Licht:

Beim Thema Licht haben wir komplett auf sparsame LEDs gesetzt. In der Decke haben wir 8 LEDs der Marke Lumicoin verbaut. Zusätzlich gibt es beim Tisch und im Bett 4 LED Leselampen. Die Lampen werden sowohl über die Firma Philippi oder Frankana und andere verkauft. Wer richtig sparen will, bestellt sie über die Firma / Hersteller Lumicoin direkt ;-)
Kühlschrank:

Beim Kühlschrank war die Entscheidung eigentlich recht einfach – es sollte definitiv ein Kompressorkühlschrank und kein Gaskühlschrank werden. Nach längerer Recherche haben wir uns für den Kühlschrank KB 130 ENI der Firma Kissmann entschieden. Uns ist es wichtig einen großen Kühlschrank incl. eines möglichst großen Gefrierfaches zu haben. So kann man nicht nur ausreichend Getränke kühlen, sondern auch Fleisch und Fisch einfrieren und für längere Zeit haltbar machen.

 

Werkzeug für die Elektroinstallation:

Voraussetzung für eine ordentliche Installation ist wie so häufig gutes Werkzeug. Eine gute Zange für die Verquetschung von Kabelendhülsen kann ich nur empfehlen (ich habe eine Zange von Gedore entschieden mit der ich durch Austausch der Presseinsätze Kabelschuhe und Kabelendhülsen verpressen kann). Außerdem ist eine ordentliche Zange zum Abisolieren der Kabel (ebenfalls Gedore) auch sehr hilfreich.

 

Gasinstallation:

Da wir gerne einen Backofen zum Brot-, Brötchen- und Kuchenbacken haben wollen, musste als auch ein Gastank unter das Auto. Unser Kabinenbauer (Firma Exploryx) hat uns einen 20l (8kg Füllgewicht) Gastank unter das Auto gebaut. Leider passt kein größerer Gastank, was uns schon sehr geärgert hat....

Beim Thema Kochen haben wir sehr lange überlegt – Gas- oder Dieselkocker? Da uns mehrfach vom Dieselkocher aufgrund der langen Startzeit und des hohen Stromverbrauchs abgeraten worden ist, haben wir uns für einen zweiflammigen Gaskocher der Firma SMEV entschieden.

So mussten also Gasrohre vom Gastank hin zum Kocher und Backofen incl. eines Absperrhahnes verlegt werden. Sehr hilfreich dabei war das Rohrbiegegerät, denn 8mm Gasrohr biegt man nicht mal eben schnell per Hand.... Die gesamte Gasinstallation gestaltete sich daher recht einfach. Auch die Abnahme der Gasanlage incl. Dichtigkeitsprüfung war kein Problem.

 

Möbelbau:

Nachdem alle technischen Installationen weitestgehend abgeschlossen bzw. vorbereitet waren, begann ich mit dem Bau der Möbel. Wir hatte uns für mit weißem HPL (miniperl) beschichtetes Pappelsperrholz (15mm Pappelsperrholz, 0,8mm HPL pro Seite macht ein Gesamtstärke von 16,8mm) entschieden. Die Fronten der Möbel sollten mit Pappelsperrholz und Teak Furnier belegt werden, um einen warmen, angenehmen Ton zu bekommen.

Beim Thema Möbelbau ist man mit seinen Heimwerkerwerkzeugen (Stichsäge und Co.) ganz schnell am Ende. Zumindest der genaue Zuschnitt der Platten, das Furnieren mit Echtholz und auch das professionelle Lackieren müssen in einer Tischlerei erfolgen. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei der Tischlerei Kröger und insbesondere bei der Tischlermeisterin Doro bedanken, die mich super toll unterstützt haben....

Um es gleich vorweg zu nehmen – während ich den Aufwand der technischen Installationen weitestgehend richtig eingeschätzt habe, so habe ich den Aufwand für den Möbelbau deutlich unterschätzt. Da steckt weit mehr Arbeit drin, als ich erwartet hatte.

 

 

Oberschränke:

Ich begann also erst einmal mit dem Bau der Oberschränke. Die Platten waren fertig zugeschnitten und mit Umleimer belegt. Mit Hilfe einer Lamello Fräse (10er Lamellos) und großen Schraubzwingen war das eine Herausforderung, die leisten war. Mit Sikaflex 252i und etlichen Schrauben waren die Oberschränke schnell an die Decke gebracht. Die größte Herausforderung war der Bau des Küchenschranks.

 

Küchenblock:

Nach Gesprächen mit Doro wurde mir schnell klar, dass ich den Schrank außerhalb des Autos bauen muss. So hatte ich die genauen Maße für die Platten berechnet und zuschneiden lassen. Den Schrank habe ich dann mit Doro gemeinsam gebaut. Während sie sich mit den 6 Schubladen beschäftigt hat, habe ich den Korpus gebaut. Besonders die Einpassung des Backofens gestaltete sich als nervig, da die tatsächlichen Außenmaße nicht den angegebenen entsprachen.

Große Irrwege haben wir bei der Wahl der Küchenarbeitsfläche beschritten. Das zunächst ausgesuchte HPL sah so in Natura hässlich aus, dass wir uns nach langem hin und her für ein anderes (HPL Getalit FM 137) entschieden haben, dass uns sehr gut gefällt. Die Arbeitsplatte hat eine Stärke von 30mm und rund herum eine Teakleiste. Auch der Tisch ist mit dem gleichen Material belegt worden.

 

Sitzbänke:

Die Sitzbänke wurden komplett aus Teak gebaut. In der vorderen Sitzbank befindet sich der 185 Liter Wassertank, in der hinteren Sitzbank das Wasserfiltersystem und ganz viel Stauraum, wo wir u.a. das Bettzeug verstauen werden, da wir nicht ständig im Schlafzimmer wohnen wollen ;-). Zwischen den Bänken befindet sich ein Podest, der als Staufach für die Fotoausrüstung genutzt werden kann. Außerdem hat ein Tresor, der fest mit dem  Auto verschraubt ist, darin Platz gefunden. Verriegelt wird das Fach durch einen 12mm Alustab, der durch das Staufach in den Fußboden geschoben wird. Da muss man schon wissen, wie man den Fußboden unter dem Tisch hoch bekommt ;-).

 

Fußboden:

Was aber kommt auf den Fußboden? Der Fußboden soll auch mit Straßenschuhen begehbar sein. Holz kam daher nicht in Frage. Letztendlich haben wir uns für einen Industrieboden der Firma Norament (NORAMENT 926 Grano 4899) entschieden, der laut Herstellerangaben sehr robust sein soll. In den Fußboden habe ich drei Revisionsklappen gebaut, so dass wir problemlos an die Wasserverteilung, den Absperrhahn für den Wasserfilter und die Reihenklemmen der Elektroinstallation kommen. Auch der Stauraum wurde mit dem gleichen Material belegt.

 

Schrank neben der Tür:

In den Schrank neben der Tür wurde im unteren Bereich die gesamte Elektronik (Batterie, Easy Plus (Victron Energy), Batterieladegerät B2B (Sterling), die gesamten Sicherungen und der Hauptschalter eingebaut. Darüber kommt eine große Schublade für die Schuhe und eine Schublade für die ganze Technik incl. drei 220V Steckdosen zum Laden der Akkus und Laptops.

Ganz wichtig ist uns ein großer Kühlschrank – wir haben das Modell KB 130 ENI der Firma Kissmann eingebaut, der ein recht großes Gefrierfach hat.

Ganz oben ist eine Klappe für die gesamte Steuerungstechnik (Philippi STV 228, Kontrollpanel für das Easy Plus und Füllstandsanzeige des Gastanks).

Besonders der Einbau der Schubladen als auch des Kühlschranks gestalteten sich nicht ganz einfach, da die Trennwand der Duschkabine nicht ganz parallel mit der der Außenwand war.

 

Bett:

Beim Bett haben wir uns für ein Ausziehvariante mit dem "Froli System" entschieden. Damit alles gut und leicht gleitet, liegt auf dem Staufach eine glatte HPL Platte. Alle anderen Teile der Konstruktion sind ebenfalls mit glattem HPL beschichtet. Als Trägermaterial habe ich diesmal Multiplex Platten gewählt, damit die Konstruktion stabil wird und nicht die Schrauben ausreißen. Der ausziehbare Teil ist mit einem 2mm Aluwinkel verbunden auf den aus Teak / Multiplex eine Blende geschraubt ist.

Konstruktionsbedingt ist die hintere Matratze 9cm stark und die vordere 10cm. Wir haben normalen Schaumstoff gewählt, da dieser deutlich leichter als Kaltschaummatratzen ist und für Kaltschaum eine Höhe von 14cm erforderlich ist, was uns zuviel ist.

 

 

Der Ausbau ging sehr viel schneller, als ich gedacht habe. Bereits Mitte Februar, nach 2 1/2 Monaten, war unser "Traum" soweit fertig, dass wir Anfang März bereits für 1 Woche mit dem Daily verreisen konnten.

Inzwischen haben wir 37.000km auf dem Tacho und bereits viele, viele nette Stunden in und mit unserem Autochen verbracht. Unser Daily stand nahezu 1 Jahr auf Island, wir waren in Nord-Norwegen und auf Korsika - um nur ein paar unserer Touren zu nennen. Im Juli 2015 wird es für 13 Monate nach Südamerika gehen... :-).

Ein paar nette Bilder gibt es auch in unser Galerie!